Montage
Hinterfüllung der Stahlzargen:
Der Hohlraum zwischen Stahlzarge und Wand ist mit Hinterfüllstoffen auszufüllen. Als Hinterfüllstoffe sind Mörtel oder Zweikomponenten-Montageschäume (Expansionsklebstoff) zu verwenden.
Die Art der Hinterfüllung ist vom Auftraggeber festzulegen!
Als Hinterfüllstoffe eignen sich:
- Mörtel nach DIN 1053-1; erdfeucht verarbeitet, völlig hinterfüllt.
Anmerkung: Durch die Eigenspannung des kalt verformten Bleches und durch den Schrumpfprozess der Mörtel kann es im Leibungsbereich der Stahlzargen zu einer zulässigen Trennung zwischen Blechfläche und Hinterfüllstoff kommen. Dadurch kann ein Einbaumangel nicht hergeleitet werden. - Zweikomponente-Expansionsklebstoffe (Montageschäume) entsprechend Prüfzeugnis und Eignungsnachweis, völlig hinterfüllt.
Anmerkung: Zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber darf auch eine teilweise Hinterfüllung, mindestens aber 50%, vereinbart werden.
Die Hinterfüllstoffe dürfen mit den anderen Stoffen keine Verbindungen eingehen, die zur Korrosion oder zu anderen chemischen Reaktionen führen.
Mörtel müssen eine stoffschlüssige Verbindung zur Wand, jedoch nicht zur Stahlzarge eingehen. Montageschäume müssen eine stoffschlüssige Verbindung zur Wand und zur Zarge herstellen.
Die ausgehärteten Montageschäume müssen formstabil sein, d. h. sie dürfen weder schrumpfen noch nachexpandieren. Als formstabil gelten Expansionsklebstoffe, wenn deren Dimensionsänderung nach Verwendung <= 3% ist.
Montageschäume sind bei teilweiser Hinterfüllung dort einzubringen, wo die höchsten Belastungen auftreten, z.B. im Band- und Schlossbereich.
Die Klebeflächen müssen sauber und staubfrei sein. Verarbeitungstemperaturen dürfen 5° C nicht unterschreiten. Es sind die Verarbeitungsvorschriften des Montageschaumherstellers zu beachten.
Montageschäume und dünnflüssige Hinterfüllstoffe erfordern ein zusätzliches Abdichten der Bandunterkonstruktionen und Mauerschutzkästen.
Hier finden Sie unsere Montageanleitungen.



